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Lösungskompetenz: „Lieber Chef, was soll ich denn da machen?“

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Lösungskompetenz: „Lieber Chef, was soll ich denn da machen?“

Dauert Coaching lange? Veränderung braucht doch viel Zeit!

Wer mich so fragt, bekommt eine klare Antwort: „Manchmal ja und manchmal nein.“
Coaching kann auch sehr schnell gehen. Manchmal reicht es, mit einer einzigen Frage einen Wechsel der Blickrichtung anzuregen.

Stellen Sie sich vor, Sie seinen Unternehmer oder in leitender Stellung tätig. Einer Ihrer Angestellten kommt, schildert eine Situation aus dem Tagesgeschäft und fragt: „Was soll ich denn da machen?“
Wenn Sie ihm jetzt sagen was er tun soll, stärken sie seine Ansicht, er müsse sie fragen, um zu wissen, was zu tun sei. Das mag bei manchen Angelegenheiten wichtig sein. Vielleicht ist es Ihnen sogar angenehm, so gebraucht zu werden.

Was machen Sie ohne mich?

Wenn Sie jedoch wollen, daß Ihre Mitarbeiter weitestgehend selbständig arbeiten und nicht wegen jedem Kleinkram zu Ihnen kommen, bietet sich Folgendes an: Coachen Sie ihn und fragen Sie: „Was würden Sie denn tun, wenn ich heute nicht da wäre?“

Damit bringen Sie den Mitarbeiter auf die Idee, die Antwort woanders als bei Ihnen zu suchen – im besten Fall bei sich selbst. Sie zeigen Vertrauen in seine Problemlösungskompetenz.

Achtung: Eine brauchbare Antwort von ihm sollten Sie dann auch honorieren mit Worten wie: „Dann machen Sie es genau so.“ – Wenn Sie seinen Vorschlag kritisieren oder auch nur nachbessern, bleibt der Eindruck: Um gute Lösungen zu finden, wird der Chef gebraucht.

Manchmal muß man auch etwas hartnäckig sein. Wenn Ihr Mitarbeiter antwortet: „Dann gehe ich zu Ihrem Stellvertreter.“ Könnten Sie ja einfach weiterfragen: „Und wenn der auch nicht erreichbar wäre?“

Wie würde ICH es tun?

Eine einzige Frage und eine neue Perspektive ist eröffnet: „Wie würde ich es tun, wenn der Chef nicht da wäre?“ Diese neue Perspektive bringt die eigenen Problemlösungskompetenzen ins Licht. Coaching in kürzester Zeit – machbar für jeden Chef und jede Chefin. Wenn dann noch die Erlaubnis da ist, auch Fehler machen zu dürfen, kann das Unternehmen vom kreativen Potential seiner Mitarbeiter profitieren.